Geschichte der St.Jakobi Gemeinde Nestau

In den Parochien Suhlendorf und Rosche entstand in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts ein neues geistliches Leben, eine Erweckungsbewegung auf den Fundamenten des lutherischen Glaubens, ausgehend von den Pastoren Ludwig und Theodor Harms (Hermannsburg), Rocholl (Brese), Wittrock (Rosche), Prelle (Molzen) und dem Konrektor Drewes (Uelzen).

Im Jahr 1878 wurden in der preußischen Provinz Hannover die ersten freien evangelisch-lutherischen Gemeinden unter der 2Federführung von Theodor Harms gegründet, so auch im Raum Suhlendorf und Rosche.

7. April 1878, Sonntag Judika:
Gründung der Gemeinde, ca. 200 Glieder schlossen sich zur St. Jakobigemeinde Nestau im Hause Joachim Bunge in Nestau zusammen. Die Gottesdienste fanden anfänglich in einer Scheune statt, die zur Notkirche umgebaut wurde.

März 1879:
Grundsteinlegung  der Kirche

9. Juli 1879:
Die junge Gemeinde weihte ihre Kirche in Nestau ein.

Herbst 1887:
Bau eines Pfarrhaus mit Nebengebäude

 Kirche Nestau 
1929:
Das Kirchgebäude wurde aufwendig renoviert und der Dachreiter durch einen Turm ersetzt.
KircheNestau1

15.Februar 1932:
Am Montag morgen entdeckten Anwohner, dass aus der Kirche Rauch kam. Trotz sofort eingeleiteter Löscharbeiten konnte die Kirche nicht mehr gerettet werden.
Die Kirche brannte völlig nieder und wurde noch im gleichen Jahr wieder aufgebaut.

28. August 1932:
Das Kirchweihfest wird mit einem Vor- und einem Nachmittagsgottesdienst gefeiert.

kircheNestau3 KircheNestau8

1933:
Die Seelenzahl der Gemeinde betrug etwa 150. Die Gemeinde lebt zerstreut in 19 Ortschaften, die in 8 landeskirchlichen Kirchspielen liegen. Es sind im Kirchspiel Suhlendorf die Ortschaften: Dallahn, Dalldorf, Grabau, Nestau, St. Omer, Satkau, Wellendorf; im Kirchspiel Rosche: Molbath und Neu Schliekau; im Kirchspiel Lehmke: Emern; im Kirchspiel Nettelkamp: Wieren; im Kirchspiel Schnega: Loitze, Solkau, Varbitz; im Kirchspiel Clenze: Bösen, Mützen, Starrel, Beseland; im Kirchspiel Wustrow: Kremlin und außerdem noch Uelzen

1947 bi 1971:
Im Laufe der Zeit kamen sich die beiden St. Jakobi Gemeinden Nestau und Nateln unter ihren gemeinsamen Seelsorgern Pastor Otto Harms und Pastor Heinz Schätzel und der Bildung der Selbständigen Ev. Luth. Kirche in Hessen und Niedersachsen wieder näher und feiern seitdem ihre Gottesdienste gemeinsam.

26.Januar 1969:
Ein neues Pfarrhaus wurde eingeweiht; das alte wurde zuvor im Jahr
1968 abgerissen.

21. Dezember 1996:
Die Gemeinde feiert den Weihgottesdienst einer neuen Orgel.

Kirche Nestau

Kirche und Gemeindehaus Nestau im Jahr 2010

Foto: © Hans-Friedrich Weichsel

Nestau Kirche St.Jakobi

Pastoren der Gemeinde:

Robert Stromburg 1878 – 1886 
Wilhelm Wöhling, Gr. Oesingen (Vakanzvertretung) 1886

Heinrich Madaus

1887 – 1891

Wilhelm Wöhling, Gr. Oesingen (Vakanzvertretung)

1891

Schulze, Neu Tetendorf (Vakanzvertretung)

 

Meyer und P. Dierks, Hörpel (Vakanzvertretung) 

 

Wendt

1892 – 1894

Schulze, Neu Tetendorf (Vakanzvertretung)

1895 – 1896

Dierks, Hörpel (Vakanzvertretung) 

 

Wilhelm Peters, Molzen/Hermannsburger Freikirche (Vakanzvertretung)

 

Sulzberger

1897 – 1922

Friedrich Meyer, Lehrer am Missionshaus in Hermannsburg (Vakanzvertretung)

1923

Missionar Wittmann (Vakanzvertretung)

 

Missionar Werber (Vakanzvertretung) 

 

Herbert Fuchs

1924 – 1929

Hans-Otto Harms  (Pfarrvikar)
ab 1947 auch Pastor der St. Jakobigemeinde Nateln

1930 – 1960

ab 1960 Bedienung aus Gistenbeck:

 

Heinz Schätzel

1960 – 1971

Johannes E. Rehr

1971 – 1976

Erhard Schrötke (Pfarrvikar)

1976 – 1988

Unterstützung durch P. Paul Reinhold       

1987 – 1988

ab 1989 mit Pfarrbezirk Gistenbeck-Nestau-Nateln